Aktuell

Niedersachsen: Start von „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Im Rahmen eines Fachtages ist am 16.08.2018 in Niedersachsen der Startschuss für die bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt" gefallen. Die Initiative verfolgt das Ziel, dass die mehr als 30.000 Schulen in Deutschland Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt entwickeln.

„Wir müssen alle gemeinsam dafür Sorge tragen, dass unsere Schulen Orte sind, in denen die Kinder und Jugendlichen sicher und angstfrei aufwachsen können. Die konsequente Umsetzung der Null-Toleranz gegen jede Form von Gewalt sollte dabei immer handlungsleitend sein. Die Themen sexuelle Gewalt bzw. Missbrauch müssen noch stärker in das Bewusstsein aller in Schulen Handelnden gelangen und wir müssen gemeinsam Handlungsstrategien zur Prävention entwickeln", erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei der Eröffnung des Fachtages.

Präventions- und Interventionshandeln in pädagogischen Institutionen ist seit 2010 durch die Berichte von Opfern sexueller Übergriffe in Institutionen immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt" können Schulen einerseits zu Orten werden, an denen betroffene Schülerinnen und Schüler Hilfe finden, und gleichzeitig dafür sorgen, dass Missbrauch in der Schule selbst keinen Raum hat. Kernelement einer effektiven Prävention ist dabei die Erarbeitung eines für die jeweilige Schule passgenauen Schutzkonzeptes vor sexueller Gewalt einerseits und dem Zugang zu verlässlicher Hilfe für Betroffene andererseits.

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Hessen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist im vergangenen Jahr als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe von Schule im Hessischen Schulgesetz verankert worden. Bereits seit fast 20 Jahren kümmert sich die Initiative Hessische Umweltschulen um die Einbettung von Umweltbildung in den Unterricht. Neben Naturschutz und Artenvielfalt geht es seit vielen Jahren immer stärker auch um Themen der nachhaltigen Entwicklung, indem Schülerinnen und Schüler lernen, welche Folgen die Handlungen jedes einzelnen für die Umwelt haben. Erst im November vergangenen Jahres sind die Hessischen Umweltschulen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der deutschen UNESCO-Kommission als hervorragende Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet worden. In der Begründung der Jury heißt es u.a., „die hessischen Umweltschulen tragen dazu bei, Nachhaltigkeit besser in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern.“ Das Projekt setze sich dafür ein, den Fokus qualitativ immer stärker von reiner Umweltbildung hin zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verschieben, so etwa in Unterrichtseinheiten zu Biodiversität und Naturschutz.

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Die Kultusministerkonferenz wird 70 Jahre

Seit 70 Jahren tragen die Länder Verantwortung für Bildungs- und Kultuspolitik in Deutschland. 1948 kamen erstmals die deutschen Erziehungsminister zu einer gemeinsamen Konferenz in Stuttgart-Hohenheim zusammen. Die Minister legten damals den Grundstein für die heutige föderale Struktur der Kultuspolitik in Deutschland. Dies war die Geburtsstunde für die Gestaltung gesamtstaatlicher Aufgaben auf Länderebene. Dieses herausragenden Ereignisses gedenken die Ministerinnen und Minister und Senatorinnen und Senatoren der Länder in einem Festakt in Berlin. Während der Festveranstaltung übernimmt zudem der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz. Er folgt der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann, im Amt. Die Festrede hält der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier.

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